Saarbrücken, 16. Oktober 2025 – Junior PI Dr. Mariia Nesterkina wurde mit der renommierten „innovate!“-Förderung der Joachim-Herz-Stiftung ausgezeichnet. Das hochkompetitive Programm unterstützt herausragende Nachwuchsforschende dabei, wissenschaftliche Ideen in praktische Anwendungen zu überführen. Für Nesterkina bedeutet die Förderung einen wichtigen Impuls beim weiteren Aufbau ihrer Nachwuchsgruppe „Smart Pharmaceutical Materials and Systems“ am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS).
In ihrer Forschung entwickelt sie intelligente Materialien für die kontrollierte Wirkstofffreisetzung – Systeme, die auf ihre Umgebung reagieren und Arzneistoffe gezielt dort und dann abgeben, wo und wann sie gebraucht werden. Das von der Joachim-Herz-Stiftung geförderte Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung intelligenter Wundauflagen aus flüssigkristallinen Materialien, die auf natürlichen Steroiden und Terpenen basieren. Steigt die Temperatur einer Wunde aufgrund einer Entzündung, reagieren diese Materialien, indem sie Antibiotika kontrolliert freisetzen – nur dann, wenn sie benötigt werden. Begleitet wird dieser Prozess von einer sichtbaren Farbänderung, die es ermöglicht, den Heilungsverlauf in Echtzeit zu verfolgen. Die vollständig biobasierten und individuell anpassbaren Wundauflagen sollen zielgerichtete Therapien unterstützen und dazu beitragen, Antibiotikaresistenzen zu verringern. „Unser Ziel ist es, Materialien zu entwickeln, die nicht nur gegen Infektionskrankheiten wirksam sind, sondern auch umweltverträglich und nachhaltig hergestellt werden können“, erklärt Nesterkina.
Die „innovate!“-Förderung umfasst bis zu 250.000 Euro für Personal- und Laborkosten sowie ein Seminarprogramm zu Entrepreneurship, Technologietransfer und Wissenschaftskommunikation. „Die Förderung bedeutet mir sehr viel, da sie meinem Projekt neuen Auftrieb gibt und mir ermöglicht, es stärker in eine translationale Richtung weiterzuentwickeln“, sagt Nesterkina. „Zudem kann ich nun Masterstudierende einbinden und sie als nächste Forschergeneration fördern. Neben der finanziellen Unterstützung bietet die Stiftung auch professionelle Weiterbildungen und wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten mit Akteuren der Start-up-Szene.“
Gebürtig aus Odessa, studierte Nesterkina pharmazeutische Chemie und promovierte 2017 am Institut für Bioorganische Chemie in Kyjiw. Seit 2022 forscht sie am HIPS, wo sie sich im Bereich pharmazeutische Technologie habilitiert und gleichzeitig ihr eigenes Forschungsprofil etabliert. Bereits Anfang des Jahres erhielt sie eine weitere Förderung über den Klaus-Tschira-Boost-Fund, ein ebenfalls hochkompetitives Programm zur Unterstützung junger Forschender auf dem Weg zur wissenschaftlichen Unabhängigkeit. Die Kombination aus wissenschaftlicher Freiheit, Ressourcen und Karriereförderung markiert einen wichtigen Meilenstein auf ihrem Weg zu einer eigenständigen Forschungslaufbahn – und in der Umsetzung innovativer Materialkonzepte für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten in der Praxis.















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