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Aqua Lab

Zebrafische (Danio rerio) gehören zu den wichtigsten Wirbeltier-Modellorganismen von Nicht-Säugetieren. Besonders die Larven sind von Interesse, da die Embryonalentwicklung sehr schnell ist und die Larven relativ groß, robust und transparent sind.

Seit 2017 ist die Zebrafischanlage am HIPS voll funktionsfähig. Sie hat ein Systemvolumen von 3.500 Litern und eine Gesamtkapazität von mehr als 25.000 Tieren. Zurzeit stehen zwei Wildtyp-Stämme sowie mehrere Mutanten- bzw. transgene Modelle zur Verfügung. In unserem S2-Labor stehen zwei Mikroinjektionsstationen zur Verfügung, die aus Fluoreszenz-Stereomikroskopen mit Druckinjektoren und Mikromanipulatoren bestehen.

Am HIPS verwenden wir Zebrafischlarven hauptsächlich um Naturstoffe auf ihre potenzielle Toxizität und ihre maximal tolerierte Konzentration (MTC) zu untersuchen. Des Weiteren verfügen wir über mehrere Infektionsmodelle zur frühen in vivo Profilierung. Im Zuge von DMPK-Studien (drug metabolism and pharmacokinetics) wurde zudem ein neues bildgebendes Verfahren etabliert, um die räumliche Verteilung von chemischen Verbindungen und deren Stoffwechselprodukten in Zebrafischlarven mittels Massenspektrometrie-Imaging (MSI) zu untersuchen.
 

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