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Dr. Nelson Masota

Über

Nelson Masota studierte Pharmazie an der Muhimbili University of Health and Allied Sciences (MUHAS) in Tansania und schloss sein Studium dort im Jahr 2013 ab. Anschließend absolvierte er an derselben Universität einen Masterstudiengang in Drug Discovery and Regulation, den er 2017 erfolgreich abschloss. Danach wechselte er an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo er von 2018 bis 2023 als Doktorand am Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie sowie am Institut für Molekulare Infektionsbiologie (IMIB) unter der Betreuung von Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe forschte. Im Rahmen seiner durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Promotion beschäftigte er sich mit der Entdeckung und Entwicklung antibakterieller Wirkstoffe aus natürlichen Quellen sowie mit naturinspirierten Synthesestrategien zur Bekämpfung multiresistenter bakterieller Krankheitserreger. Derzeit ist er als Lecturer an der School of Pharmacy der Muhimbili University of Health and Allied Sciences (MUHAS) in Tansania tätig. Seit Juni 2026 ist er Georg-Forster-Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung in der Abteilung Mikrobielle Naturstoffe am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS).

Seine Forschung konzentriert sich auf die Entdeckung neuartiger Antibiotika aus bislang wenig erschlossenen mikrobiellen Ressourcen. Am HIPS untersucht er Myxobakterien-Extrakte und Genombibliotheken mithilfe metabolomischer, genomischer und bioaktivitätsgeleiteter Ansätze, um Naturstoffe mit Aktivität gegen prioritäre bakterielle Krankheitserreger zu identifizieren. Darüber hinaus forscht er in Tansania an einzigartigen Bodenökosystemen als Quelle bislang wenig untersuchter antibiotikaproduzierender Mikroorganismen. Durch die Kombination mikrobieller Kultivierung, Naturstoffchemie und genomgestützter Wirkstoffforschung verfolgt er das Ziel, neue Produzenten bioaktiver Naturstoffe und vielversprechende Wirkstoffkandidaten zu identifizieren, die zur Entwicklung zukünftiger Antiinfektiva beitragen und gleichzeitig die Kapazitäten für die Antibiotikaforschung in Tansania stärken können.